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Einleitung. dienen koͤnne. Es heißt aber iede Erkentniß rein, die mit nichts Fremdartigen vermiſcht iſt. Beſonders aber wird eine Erkentniß ſchlechthin rein genannt, in die ſich uͤberhaupt keine Erfahrung oder Empfindung einmiſcht, welche mithin voͤllig a priori moͤglich iſt. Nun iſt Vernunft das Vermoͤgen, welches die Principien der Erkentniß a priori an die Hand giebt. Daher iſt reine Vernunft dieienige, welche die Principien etwas ſchlechthin a priori zu erkennen, enthaͤlt. Ein Organon der reinen Vernunft wuͤrde ein Inbegriff derienigen Principien ſeyn, nach denen alle reine Erkentniſſe a priori koͤnnen erworben und wirklich zu Stande gebracht werden. Die ausfuͤhrliche Anwendung eines ſolchen Organon wuͤrde ein Syſtem der reinen Vernunft verſchaffen. Da dieſes aber ſehr viel verlangt iſt, und es noch dahin ſteht, ob auch uͤberhaupt eine ſolche Erweiterung unſerer Erkentniß, und in welchen Faͤllen ſie moͤglich ſey; ſo koͤnnen wir eine Wiſſenſchaft der bloſſen Beurtheilung der reinen Vernunft, ihrer Quellen und Grenzen, als die Propaͤdevtick zum Syſtem der reinen Vernunft anſehen. Eine ſolche wuͤrde nicht eine Doctrin, ſondern nur Critik der reinen Vernunft heiſſen muͤſſen, und ihr Nutze wuͤrde wirklich nur negativ ſeyn, nicht zur Erweiterung, ſondern nur zur Laͤuterung unſerer Vernunft dienen, und ſie von Irrthuͤmern frey halten, welches ſchon ſehr viel gewonnen iſt. Ich nenne alle Erkentniß transſcendental, die ſich nicht ſo wohl mit Gegenſtaͤnden, ſondern mit unſern Begriffen a priori von Gegen