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Die Architectonik der reinen Vernunft.

Alle reine Erkentniß a priori macht alſo, vermoͤge dem beſondern Erkentnißvermoͤgen, darin es allein ſeinen Sitz haben kan, eine beſondere Einheit aus und Metaphyſik iſt dieienige Philoſophie, welche iene Erkentniß in dieſer ſyſtematiſchen Einheit darſtellen ſoll. Der ſpeculative Theil derſelben, der ſich dieſen Nahmen vorzuͤglich zugeeignet hat, nemlich die, welche wir Metaphyſik der Natur nennen und alles, ſo fern es iſt, (nicht das, was ſeyn ſoll) aus Begriffen a priori erwaͤgt, wird nun auf folgende Art eingetheilt.

Die im engeren Verſtande ſo genante Metaphyſik beſteht aus der Transſcendentalphiloſophie und der Phyſiologie der reinen Vernunft. Die erſtere betrachtet nur den Verſtand und Vernunft ſelbſt in einem Syſtem aller Begriffe und Grundſaͤtze, die ſich auf Gegenſtaͤnde uͤberhaupt beziehen, ohne Obiecte anzunehmen, die gegeben waͤren (Ontologia), die zweite betrachtet Natur, d. i. den Inbegriff gegebener Gegenſtaͤnde, (ſie moͤgen nun den Sinnen, oder, wenn man will, einer andern Art von Anſchauung gegeben ſeyn), und iſt alſo Phyſiologie (obgleich nur rationalis). Nun iſt aber der Gebrauch der Vernunft in dieſer rationalen Naturbetrachtung entweder phyſiſch, oder hyperphyſiſch, oder beſſer, entweder immanent oder transſcendent. Der erſtere geht auf die Natur, ſo weit als ihre Erkentniß in der Erfahrung (in concreto) kan angewandt werden, der zweite auf dieienige Verknuͤpfung der Gegenſtaͤnde der Erfahrung welche alle Erfahrung uͤber

ſteigt.