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Methodenlehre III. Hauptſt. werdet ſtutzig, denn, wenn es ſo weiter fortgeht, ſo wird alles in die Metaphyſik gehoͤren. Hieraus ſieht man: daß der bloſſe Grad der Unterordnung (das Beſondere unter dem Allgemeinen) keine Graͤnzen einer Wiſſenſchaft beſtimmen koͤnne, ſondern in unſerem Falle die gaͤnzliche Ungleichartigkeit und Verſchiedenheit des Urſprungs. Was aber die Grundidee der Metaphyſik noch auf einer anderen Seite verdunkelte, war, daß ſie als Erkentniß a priori mit der Mathematik eine gewiſſe Gleichartigkeit zeigt, die zwar, was den Urſprung a priori betrift, ſie einander verwandt, was aber die Erkentnißart aus Begriffen bey iener, in Vergleichung mit der Art, blos durch Conſtruction der Begriffe a priori zu urtheilen, bey dieſer, mithin den Unterſchied einer philoſophiſchen Erkentniß von der mathematiſchen anlangt, ſo zeigt ſich eine ſo entſchiedene Ungleichartigkeit, die man zwar iederzeit gleichſam fuͤhlete, niemals aber auf deutliche Criterien bringen konte. Dadurch iſt es nun geſchehen, daß, da Philoſophen ſelbſt in der Entwickelung der Idee ihrer Wiſſenſchaft fehleten, die Bearbeitung derſelben keinen beſtimten Zweck und keine ſichere Richtſchnur haben konte und ſie, bey einem ſo willkuͤhrlich gemachten Entwurfe, unwiſſend in dem Wege, den ſie zu nehmen haͤtten, und iederzeit unter ſich ſtreitig, uͤber die Entdeckungen, die ein ieder auf dem ſeinigen gemacht haben wolte, ihre Wiſſenſchaft zuerſt bey andern und endlich ſogar bey ſich ſelbſt in Verachtung brachten.

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