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Die Architectonik der reinen Vernunft. techniſch zuſammengeſezt haben, es uns denn allererſt moͤglich iſt, die Idee in hellerem Lichte zu erblicken und ein Ganzes nach den Zwecken der Vernunft architectoniſch zu entwerfen. Die Syſteme ſcheinen, wie Gewuͤrme, durch eine generatio equivoca, aus dem bloſſen Zuſammenfluß von aufgeſammelten Begriffen, anfangs verſtuͤmmelt, mit der Zeit vollſtaͤndig, gebildet worden zu ſeyn, ob ſie gleich alle insgeſamt ihr Schema, als den urſpruͤnglichen Keim, in der ſich blos auswickelnden Vernunft hatten und darum, nicht allein ein iedes vor ſich nach einer Idee gegliedert, ſondern noch dazu alle unter einander in einem Syſtem menſchlicher Erkentniß wiederum als Glieder eines Ganzen zweckmaͤſſig vereinigt ſeyn und eine Architectonik alles menſchlichen Wiſſens erlauben, die ieziger Zeit, da ſchon ſo viel Stoff geſammelt iſt, oder aus Ruinen eingefallener alter Gebaͤude genommen werden kan, nicht allein moͤglich, ſondern nicht einmal ſo gar ſchwer ſeyn wuͤrde. Wir begnuͤgen uns hier mit der Vollendung unſeres Geſchaͤftes, nemlich, lediglich die Architectonik aller Erkentniß aus reiner Vernunft zu entwerfen und fangen nur von dem Puncte an, wo ſich die allgemeine Wurzel unſerer Erkentnißkraft theilt und zwey Staͤmme auswirft, deren einer Vernunft iſt. Ich verſtehe hier aber unter Vernunft das ganze obere Erkentnißvermoͤgen und ſetze alſo das rationale dem empiriſchen entgegen.

Wenn ich von allem Inhalte der Erkentniß, obiectiv betrachtet, abſtrahire, ſo iſt alles Erkentniß, ſubie

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