Generating file ...

Methodenlehre III. Hauptſt. eine Wiſſenſchaft nicht nach ihrer Natur, ſondern allein aus ihren zufaͤlligen Wirkungen zu beurtheilen wiſſen, man werde iederzeit zu ihr, wie zu einer mit uns entzweiten Geliebten zuruͤckkehren, weil die Vernunft, da es hier weſentliche Zwecke betrift, raſtlos, entweder auf gruͤndliche Einſicht oder Zerſtoͤhrung ſchon vorhandener guten Einſichten arbeiten muß.

Metaphyſik alſo, ſowol der Natur, als der Sitten, vornemlich die Critik der ſich auf eigenen Fluͤgeln wagenden Vernunft, welche voruͤbend (propaͤdevtiſch) vorhergeht, machen eigentlich allein dasienige aus, was wir im aͤchten Verſtande Philoſophie nennen koͤnnen. Dieſe bezieht alles auf Weisheit, aber durch den Weg der Wiſſenſchaft, den einzigen, der, wenn er einmal gebahnt iſt, niemals verwaͤchſt und keine Verirrungen verſtattet. Mathematik, Naturwiſſenſchaft, ſelbſt die empiriſche Kentniß des Menſchen, haben einen hohen Werth als Mittel, groͤßtentheils zu zufaͤlligen, am Ende aber doch zu nothwendigen und weſentlichen Zwecken der Menſchheit, aber alsdenn nur durch Vermittelung einer Vernunfterkentniß aus bloſſen Begriffen, die, man mag ſie benennen wie man will, eigentlich nichts als Metaphyſik iſt.

Eben deswegen iſt Metaphyſik auch die Vollendung aller Cultur der menſchlichen Vernunft, die unentbehr

lich