Die urſpruͤngliche Idee einer Philoſophie der reinen Vernunft ſchreibt dieſe Abtheilung ſelbſt vor; ſie iſt alſo architectoniſch, ihren weſentlichen Zwecken gemaͤß und nicht blos techniſch, nach zufaͤllig wahrgenommenen Verwandſchaften und gleichſam auf gut Gluͤck angeſtellt, eben darum aber auch unwandelbar und legislatoriſch. Es finden ſich aber hiebey einige Puncte, die Bedenklichkeit erregen und die Ueberzeugung von der Geſetzmaͤſſigkeit derſelben ſchwaͤchen koͤnten.
Zuerſt, wie kan ich eine Erkentniß a priori, mithin Metaphyſik, von Gegenſtaͤnden erwarten: ſo fern ſie unſeren Sinnen, mithin a poſteriori gegeben ſeyn und, wie iſt es moͤglich, nach Principien a priori, die Natur der Din
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- Man denke ia nicht: daß ich hierunter dasienige verſtehe, was man gemeiniglich phyſica generalis nent, und mehr Mathematik, als Philoſophie der Natur iſt. Denn die Metaphyſik der Natur ſondert ſich gaͤnzlich von der Mathematik ab, hat auch bey weitem nicht ſo viel erweiternde Einſichten anzubieten, als dieſe, iſt aber doch ſehr wichtig, in Anſehung der Critik des auf die Natur anzuwendenden reinen Verſtandeserkentniſſes uͤberhaupt; in Ermangelung deren ſelbſt Mathematiker, indem ſie gewiſſen gemeinen, in der That doch metaphyſiſchen Begriffen anhaͤngen, die Naturlehre unvermerkt mit Hypotheſen belaͤſtigt haben, welche bey einer Critik dieſer Principien verſchwinden, ohne dadurch doch dem Gebrauche der Mathematik in dieſem Felde (der ganz unentbehrlich iſt) im mindeſten Abbruch zu thun.↩