Generating file ...

Vom Meinen, Wiſſen und Glauben. mung aller Urtheile, unerachtet der Verſchiedenheit der Subiecte unter einander, werde auf dem gemeinſchaftlichen Grunde, nemlich dem Obiecte beruhen, mit welchem ſie daher alle zuſammenſtimmen und dadurch die Wahrheit des Urtheils beweiſen werden.

Ueberredung demnach kan von der Ueberzeugung ſubiectiv zwar nicht unterſchieden werden, wenn das Subiect das Vorwahrhalten, blos als Erſcheinung ſeines eigenen Gemuͤths, vor Augen hat; der Verſuch aber, den man mit den Gruͤnden deſſelben, die vor uns guͤltig ſind, an anderer Verſtand macht, ob ſie auf fremde Vernunft eben dieſelbe Wirkung thun, als auf die unſrige, iſt doch ein, obzwar nur ſubiectives Mittel, zwar nicht Ueberzeugung zu bewirken, aber doch die bloſſe Privatguͤltigkeit des Urtheils, d. i. etwas in ihm, was bloſſe Ueberredung iſt, zu entdecken.

Kan man uͤberdem die ſubiective Urſachen des Urtheils, welche wir vor obiective Gruͤnde deſſelben nehmen, entwickeln und mithin das truͤgliche Vorwahrhalten als eine Begebenheit in unſerem Gemuͤthe erklaͤren, ohne dazu die Beſchaffenheit des Obiects noͤthig zu haben, ſo entbloͤſſen wir den Schein und werden dadurch nicht mehr hintergangen, obgleich immer noch in gewiſſem Grade verſucht, wenn die ſubiective Urſache des Scheins unſerer Natur anhaͤngt.

Ich kan nichts behaupten, d. i. als ein vor iederman nothwendig guͤltiges Urtheil ausſprechen, als was

Ueber
F f f 3