Gluͤckſeligkeit alſo, in dem genauen Ebenmaaſſe mit der Sittlichkeit der vernuͤnftigen Weſen, dadurch ſie derſelben wuͤrdig ſeyn, macht allein das hoͤchſte Gut einer Welt aus, darin wir uns nach den Vorſchriften der reinen aber practiſchen Vernunft durchaus verſetzen muͤſſen und welche freilich nur eine intelligibele Welt iſt, da die Sinnenwelt uns von der Natur der Dinge dergleichen ſyſtematiſche Einheit der Zwecke nicht verheißt, deren Realitaͤt auch auf nichts anders gegruͤndet werden kan, als auf die Vorausſetzung eines hoͤchſten urſpruͤnglichen Guts, da ſelbſtſtaͤndige Vernunft, mit aller Zulaͤnglichkeit einer oberſten Urſache ausgeruͤſtet, nach der vollkommenſten Zweckmaͤſſigkeit die allgemeine, obgleich in der Sinnenwelt uns ſehr verborgene Ordnung der Dinge gruͤndet, erhaͤlt und vollfuͤhret.
Dieſe Moraltheologie hat nun den eigenthuͤmlichen Vorzug vor der ſpeculativen: daß ſie unausbleiblich auf den Begriff eines einigen, allervollkommenſten und vernuͤnftigen Urweſens fuͤhret, worauf uns ſpeculative Theologie nicht einmal aus obiectiven Gruͤnden hinweiſet, geſchweige uns davon uͤberzeugen konte. Denn, wir finden weder in der transſcendentalen, noch natuͤrlichen Theologie, ſo weit uns auch Vernunft darin fuͤhren mag, einigen bedeutenden Grund, nur ein einiges Weſen anzuneh