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Methodenlehre II. Hauptſt. II. Abſch. mangelt haben), dazu beitrugen, brachten ſie einen Begriff vom goͤttlichen Weſen zu Stande, den wir iezt vor den richtigen halten, nicht, weil uns ſpecutative Vernunft von deſſen Richtigkeit uͤberzeugt, ſondern, weil er mit den moraliſchen Vernunftprincipien vollkommen zuſammen ſtimt. Und ſo hat am Ende doch immer nur reine Vernunft, aber nur in ihrem practiſchen Gebrauche, das Verdienſt ein Erkentniß, das die bloſſe Speculation nur waͤhnen, aber nicht geltend machen kan, an unſer hoͤchſtes Intereſſe zu knuͤpfen und dadurch zwar nicht zu einem demonſtrirten Dogma, aber doch zu einer ſchlechterdingsnothwendigen Vorausſetzung bey ihren weſentlichſten Zwecken zu machen.

Wenn aber practiſche Vernunft nun dieſen hohen Punct erreicht hat, nemlich den Begriff eines einigen Urweſens, als des hoͤchſten Guts, ſo darf ſie ſich gar nicht unterwinden, gleich als haͤtte ſie ſich uͤber alle empiriſche Bedingungen ſeiner Anwendung erhoben und zur unmittelbaren Kentniß neuer Gegenſtaͤnde empor geſchwungen, um von dieſem Begriffe auszugehen und die moraliſche Geſetze ſelbſt von ihm abzuleiten. Denn dieſe waren es eben, deren innere practiſche Nothwendigkeit uns zu der Vorausſetzung einer ſelbſtſtaͤndigen Urſache, oder eines weiſen Weltregierers fuͤhrete, um ienen Geſetzen Effect zu geben und daher koͤnnen wir ſie nicht nach dieſem wiederum als zufaͤllig und vom bloſſen Willen abgeleitet anſehen, inſonderheit von einem ſolchen Willen, von dem

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