Generating file ...

Methodenlehre II. Hauptſt. II. Abſch. vorgeſtellet werden, wenn ſie mit demienigen Vernunftgebrauch, ohne welchen wir uns ſelbſt der Vernunft unwuͤrdig halten wuͤrden, nemlich dem moraliſchen, als welcher durchaus auf der Idee des hoͤchſten Guts beruht, zuſammenſtimmen ſoll. Dadurch bekomt alle Naturforſchung eine Richtung nach der Form eines Syſtems der Zwecke und wird in ihrer hoͤchſten Ausbreitung Phyſicotheologie. Dieſe aber, da ſie doch von ſittlicher Ordnung, als einer in dem Weſen der Freiheit gegruͤndeten und nicht durch aͤuſſere Gebote zufaͤllig geſtifteten Einheit anhob, bringt die Zweckmaͤſſigkeit der Natur auf Gruͤnde, die a priori mit der inneren Moͤglichkeit der Dinge unzertrenlich verknuͤpft ſeyn muͤſſen und dadurch auf eine transſcendentale Theologie, die ſich das Ideal der hoͤchſten ontologiſchen Vollkommenheit zu einem Princip der ſyſtematiſchen Einheit nimt, welches nach allgemeinen und nothwendigen Naturgeſetzen alle Dinge verknuͤpft, weil ſie alle in der abſoluten Nothwendigkeit eines einigen Urweſens ihren Urſprung haben.

Was koͤnnen wir vor einen Gebrauch von unſerem Verſtande machen, ſelbſt in Anſehung der Erfahrung, wenn wir uns nicht Zwecke vorſetzen? Die hoͤchſte Zwecke aber ſind die der Moralitaͤt und dieſe kan uns nur reine Vernunft zu erkennen geben. Mit dieſen nun verſehen und an dem Leitfaden derſelben koͤnnen wir von der Kentniß der Natur ſelbſt keinen zweckmaͤſſigen Gebrauch in Anſehung der Erkentniß machen, wo die Natur nicht ſelbſt

zweck