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Die Diſciplin d. r. Vernunft in Beweiſen. taͤt der Begriffe vom realeſten und nothwendigen Weſen beruht und nirgend anders geſucht werden kan.

Durch dieſe warnende Anmerkung wird die Critik der Vernunftbehauptungen ſehr ins kleine gebracht. Wo Vernunft ihr Geſchaͤfte durch bloſſe Begriffe treibt, da iſt nur ein einziger Beweis moͤglich, wo uͤberall nur irgend einer moͤglich iſt. Daher, wenn man ſchon den Dogmatiker mit zehn Beweiſen auftreten ſieht, da kan man ſicher glauben, daß er gar keinen habe. Denn haͤtte er einen, der (wie es in Sachen der reinen Vernunft ſeyn muß) apodictiſch bewieſe, wozu beduͤrfte er der uͤbrigen. Seine Abſicht iſt nur, wie die von ienem Parlementsadvocaten: das eine Argument iſt vor dieſen, das andere vor ienen, nemlich, um ſich die Schwaͤche ſeiner Richter zu Nutze zu machen, die, ohne ſich tief einzulaſſen und, um von dem Geſchaͤfte bald loszukommen, das Erſtebeſte, was ihnen eben auffaͤlt, ergreifen und darnach entſcheiden.

Die dritte eigenthuͤmliche Regel der reinen Vernunft, wenn ſie in Anſehung transſcendentaler Beweiſe einer Diſciplin unterworfen wird, iſt: daß ihre Beweiſe niemals apogogiſch, ſondern iederzeit oftenſiv ſeyn muͤſſen. Der directe oder oſtenſive Beweis iſt in aller Art der Erkentniß derienige, welcher mit der Ueberzeugung von der Wahrheit, zugleich Einſicht in die Quellen derſelben verbindet, der apogogiſche dagegen kan zwar Gewißheit, aber nicht Begreiflichkeit der Wahrheit in Anſehung des Zuſammenhanges mit den Gruͤnden ihrer Moͤglichkeit hervorbringen.

Daher
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