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Die Diſciplin d. r. Vernunft in Hypotheſen. des intellectuellen. Der Coͤrper waͤre alſo nicht die Urſache des Denkens, fondern eine blos reſtringirende Bedingung deſſelben, mithin zwar als Befoͤrderung des ſinnlichen und animaliſchen, aber deſto mehr auch als Hinderniß des reinen und ſpirituellen Lebens anzuſehen, und die Abhaͤngigkeit des erſteren von der koͤrperlichen Beſchaffenheit bewieſe nichts vor die Abhaͤngigkeit des ganzen Lebens, von dem Zuſtande unſerer Organen. Ihr koͤnt aber noch weiter gehen und wol gar neue, entweder nicht aufgeworfene, oder nicht weit genug getriebene Zweifel ausfindig machen.

Die Zufaͤlligkeit der Zeugungen, die bey Menſchen, ſo wie beim vernunftloſen Geſchoͤpfe, von der Gelegenheit, uͤberdem aber auch oft vom Unterhalte, von der Regierung, deren Launen und Einfaͤllen, oft ſo gar vom Laſter abhaͤngt, macht eine groſſe Schwierigkeit wider die Meinung, der auf Ewigkeiten ſich erſtreckenden Fortdauer eines Geſchoͤpfs, deſſen Leben unter ſo unerheblichen und unſerer Freiheit ſo ganz und gar uͤberlaſſenen Umſtaͤnden zuerſt angefangen hat. Was die Fortdauer der ganzen Gattung (hier auf Erden) betrift, ſo hat dieſe Schwierigkeit in Anſehung derſelben wenig auf ſich, weil der Zufall im Einzelnen nichts deſto weniger einer Regel im Ganzen unterworfen iſt; aber in Anſehung eines ieden Individuum eine ſo maͤchtige Wirkung von ſo geringſuͤgigen Urſachen zu erwarten, ſcheint allerdings bedenklich. Hiewider koͤnt ihr aber eine transſcendentale Hypotheſe aufbieten: daß alles Leben eigentlich nur

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