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Methodenlehre I. Hauptſt. III. Abſch. ihn aber ausrotten, wenn wir ihm nicht Freiheit, ia ſelbſt Nahrung geben, Kraut auszuſchieſſen, um ſich dadurch zu entdecken, und es nachher mit der Wurtzel zu vertilgen. Sinnet demnach ſelbſt auf Einwuͤrfe, auf die noch kein Gegner gefallen iſt und leihet ihm ſo gar Waffen, oder raͤumt ihm den guͤnſtigſten Platz ein, den er ſich nur wuͤnſchen kan. Es iſt hiebey gar nichts zu fuͤrchten, wol aber zu hoffen, nemlich, daß ihr euch einen in alle Zukunft niemals mehr anzufechtenden Beſitz verſchaffen werdet.

Zu eurer vollſtaͤndigen Ruͤſtung gehoͤren nun auch die Hypotheſen der reinen Vernunft, welche, obzwar nur bleierne Waffen, (weil ſie durch kein Erfahrungsgeſetz geſtaͤhlt ſind), dennoch immer ſo viel vermoͤgen, als die, deren ſich irgend ein Gegner wider euch bedienen mag. Wenn euch alſo, wider die (in irgend einer anderen nicht ſpeculativen Ruͤckſicht) angenommene immaterielle und keiner koͤrperlichen Umwandlung unterworfene Natur der Seele, die Schwierigkeit aufſtoͤßt: daß gleichwol die Erfahrung ſo wol die Erhebung, als Zerruͤttung unſerer Geiſteskraͤfte blos als verſchiedene Modification unſerer Organen zu beweiſen ſcheine, ſo koͤnt ihr die Kraft dieſes Beweiſes dadurch ſchwaͤchen: daß ihr annehmt, unſer Koͤrper ſey nichts, als die Fundamentalerſcheinung, worauf, als Bedingung, ſich in dem ietzigen Zuſtande (im Leben) das ganze Vermoͤgen der Sinnlichkeit und hiemit alles Denken bezieht. Die Trennung vom Coͤrper ſey das Ende dieſes ſinnlichen Gebrauchs eurer Erkentnißkraft und der Anfang

des