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Die Diſciplin d. r. Vernunft in Hypotheſen. hier ſind ſelbſt die wildeſten Hypotheſen, wenn ſie nur phyſiſch ſind, ertraͤglicher, als eine hyperphyſiſche, d. i. die Berufung auf einen goͤttlichen Urheber, den man zu dieſem Behuf vorausſezt. Denn das waͤre ein Princip der faulen Vernunft, (ignaua ratio) alle Urſachen, deren obiective Realitaͤt, wenigſtens der Moͤglichkeit nach, man noch durch fortgeſezte Erfahrung kan kennen lernen, auf einmal vorbey zu gehen, um ſich in einer bloſſen Idee, die der Vernunft ſehr bequem iſt, zu ruhen. Was aber die abſolute Totalitaͤt des Erklaͤrungsgrundes in der Reihe derſelben betrift, ſo kan das keine Hinderniß in Anſehung der Weltobiecte machen, weil, da dieſe nichts als Erſcheinungen ſind, an ihnen niemals etwas Vollendetes in der Syntheſis der Reihen von Bedingungen gehoffet werden kan.

Transſcendentale Hypotheſen des ſpeculativen Gebrauchs der Vernunft und eine Freiheit, zu Erſetzung des Mangels an phyſiſchen Erklaͤrungsgruͤnden, ſich allenfals hyperphyſiſcher zu bedienen, kan gar nicht geſtattet werden, theils, weil die Vernunft dadurch gar nicht weiter gebracht wird, ſondern vielmehr den ganzen Fortgang ihres Gebrauchs abſchneidet, theils weil dieſe Licenz ſie zulezt um alle Fruͤchte der Bearbeitung ihres eigenthuͤmlichen Bodens, nemlich der Erfahrung bringen muͤßte. Denn, wenn uns die Naturerklaͤrung hie oder da ſchwer wird, ſo haben wir beſtaͤndig einen transſcendenten Erklaͤrungsgrund bey der Hand, der uns iener Unterſuchung uͤberhebt,

und
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