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Methodenlehre I. Hauptſt. III. Abſch.

Wo nicht etwa Einbildungskraft ſchwaͤrmen, ſondern, unter der ſtrengen Aufſicht der Vernunft, dichten ſoll, ſo muß immer vorher etwas voͤllig gewiß und nicht erdichtet, oder bloſſe Meinung ſeyn, und das iſt die Moͤglichkeit des Gegenſtandes ſelbſt. Alsdenn iſt es wol erlaubt, wegen der Wirklichkeit deſſelben, zur Meinung ſeine Zuflucht zu nehmen, die aber, um nicht grundlos zu ſeyn, mit dem, was wirklich gegeben und folglich gewiß iſt, als Erklaͤrungsgrund in Verknuͤpfung gebracht werden muß und alsdenn Hypotheſe heißt.

Da wir uns nun von der Moͤglichkeit der dynamiſchen Verknuͤpfung a priori nicht den mindeſten Begriff machen koͤnnen und die Categorie des reinen Verſtandes nicht dazu dient, dergleichen zu erdenken, ſondern nur, wo ſie in der Erfahrung angetroffen wird, zu verſtehen: ſo koͤnnen wir nicht einen einzigen Gegenſtand, nach einer neuen und empiriſch nicht anzugebenden Beſchaffenheit, dieſen Categorien gemaͤß, urſpruͤnglich ausſinnen und ſie einer erlaubten Hypotheſe zum Grunde legen; denn dieſes hieſſe, der Vernunft leere Hirngeſpinſte, ſtatt der Begriffe von Sachen, unterzulegen. So iſt es nicht erlaubt, ſich irgend neue urſpruͤngliche Kraͤfte zu erdenken, z. B. einen Verſtand, der vermoͤgend ſey, ſeinen Gegenſtand ohne Sinne anzuſchauen, oder eine Anziehungskraft ohne alle Beruͤhrung, oder eine neue Art Subſtanzen, z. B. die ohne Undurchdringlichkeit im Raume gegenwaͤrtig waͤre, folglich auch keine Gemeinſchaft der Subſtanzen, die von aller derienigen un

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