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Methodenlehre I. Hauptſt. II. Abſch. ins Mittel legt, im zweiten aber die Sentenz, die, weil ſie hier die Quelle der Streitigkeiten ſelbſt trift, einen ewigen Frieden gewaͤhren muß. Auch noͤthigen die endloſen Streitigkeiten einer blos dogmatiſchen Vernunft, endlich in irgend einer Critik dieſer Vernunft, ſelbſt und einer Geſetzgebung, die ſich auf ſie gruͤndet, Ruhe zu ſuchen; ſo wie Hobbes behauptet: der Stand der Natur ſey ein Stand des Unrechts und der Gewaltthaͤtigkeit und man muͤſſe ihn nothwendig verlaſſen, um ſich dem geſetzlichen Zwange zu unterwerfen, der allein unſere Freiheit dahin einſchraͤnkt, daß ſie mit iedes anderen Freiheit und eben dadurch mit dem gemeinen Beſten zuſammen beſtehen koͤnne.

Zu dieſer Freiheit gehoͤrt denn auch die, ſeine Gedanken, ſeine Zweifel, die man ſich nicht ſelbſt aufloͤſen kan, oͤffentlich zur Beurtheilung auszuſtellen, ohne daruͤber vor einen unruhigen und gefaͤhrlichen Buͤrger verſchrieen zu werden. Dies liegt ſchon in dem urſpruͤnglichen Rechte der menſchlichen Vernunft, welche keinen anderen Richter erkent, als ſelbſt wiederum die allgemeine Menſchenvernunft, worin ein ieder ſeine Stimme hat und, da von dieſer alle Beſſerung, deren unſer Zuſtand faͤhig iſt, herkommen muß: ſo iſt ein ſolches Recht heilig, und darf nicht geſchmaͤlert werden. Auch iſt es ſehr unweiſe, gewiſſe gewagte Behauptungen oder vermeſſene Angriffe, auf die, welche ſchon die Beiſtimmung des groͤßten und beſten Theils des gemeinen Weſens auf ihrer Seite haben, vor gefaͤhrlich auszuſchreien: denn das heißt, ihnen eine

Wich