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Die Diſciplin der reinen Vernunft im polem. ꝛc. nen Vernunft: daß, da ſie uͤber die Bedingungen aller moͤglichen Erfahrung hinausgehen, auſſerhalb welchen kein Document der Wahrheit irgendwo angetroffen wird, ſich aber gleichwol der Verſtandesgeſetze, die blos zum empiriſchen Gebrauch beſtimt ſind, ohne die ſich aber kein Schritt im ſynthetiſchen Denken thun laͤßt, bedienen muͤſſen, ſie dem Gegner iederzeit Bloͤſſen geben und ſich gegenſeitig die Bloͤſſe ihres Gegners zu Nutzen machen koͤnnen.

Man kan die Critik der reinen Vernunft als den wahren Gerichtshof vor alle Streitigkeiten derſelben anſehen; denn ſie iſt in die leztere, als welche auf Obiecte unmittelbar gehen, nicht mit verwickelt, ſondern iſt dazu geſezt, die Rechtſame der Vernunft uͤberhaupt nach den Grundſaͤtzen ihrer erſten Inſtitution zu beſtimmen und zu beurtheilen.

Ohne dieſelbe iſt die Vernunft gleichſam im Stande der Natur und kan ihre Behauptungen und Anſpruͤche nicht anders geltend machen, oder ſichern, als durch Krieg. Die Critik dagegen, welche alle Entſcheidungen aus den Grundregeln ihrer eigenen Einſetzung hernimt, deren Anſehen keiner bezweifeln kan, verſchaft uns die Ruhe eines geſezlichen Zuſtandes, in welchem wir unſere Streitigkeit nicht anders fuͤhren ſollen, als durch Proceß. Was die Haͤndel in dem erſten Zuſtande endigt, iſt ein Sieg, deſſen ſich beide Theile ruͤhmen, auf den mehrentheils ein nur unſicherer Friede folgt, den die Obrigkeit ſtiftet, welche ſich

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