Ich ſetze alſo Leſer voraus, die keine gerechte Sache mit Unrecht vertheidigt wiſſen wollen. In Anſehung deren iſt es nun entſchieden, daß, nach unſeren Grundſaͤtzen der Critik, wenn man nicht auf dasienige ſieht, was geſchieht, ſondern was billig geſchehen ſollte, es eigentlich gar keine Polemik der reinen Vernunft geben muͤſſe. Denn wie koͤnnen zwey Perſonen einen Streit uͤber eine Sache fuͤhren, deren Realitaͤt keiner von beiden in einer wirklichen, oder auch nur moͤglichen Erfahrung darſtellen kan, uͤber deren Idee er allein bruͤtet, um aus ihr etwas mehr als Idee, nemlich, die Wirklichkeit des Gegenſtandes ſelbſt heraus zu bringen? Durch welches Mittel wollen ſie aus dem Streite heraus kommen, da keiner von beiden ſeine Sache geradezu begreiflich und gewiß machen, ſondern nur die ſeines Gegners angreifen und widerlegen kan? Denn dieſes iſt das Schickſal aller Behauptungen der rei