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Die Diſciplin der reinen Vernunft im polem. ꝛc. Glaubens zu ſprechen, wenn ihr gleich die des Wiſſens habt aufgeben muͤſſen.

Wenn man den kaltbluͤtigen, zum Gleichgewichte des Urtheils eigentlich geſchaffenen David Hume fragen ſolte: was bewog euch, durch muͤhſam ergruͤbelte Bedenklichkeiten, die vor den Menſchen ſo troͤſtliche und nuͤtzliche Ueberredung, daß ihre Vernunfteinſicht zur Behauptung und dem beſtimten Begriff eines hoͤchſten Weſens zulange, zu untergraben? ſo wuͤrde er antworten: nichts, als die Abſicht, die Vernunft in ihrer Selbſterkentniß weiter zu bringen und zugleich ein gewiſſer Unwille uͤber den Zwang, den man der Vernunft anthun will, indem man mit ihr groß thut und ſie zugleich hindert, ein freimuͤthiges Geſtaͤndniß ihrer Schwaͤchen abzulegen, die ihr bey der Pruͤfung ihrer Selbſt offenbar werden. Fragt ihr dagegen den, den Grundſaͤtzen des empiriſchen Vernunftgebrauchs allein ergebenen, und aller transſcendenten Speculation abgeneigten Prieſtley, was er vor Bewegungsgruͤnde gehabt habe, unſerer Seele Freiheit und Unſterblichkeit (die Hoffnung des kuͤnftigen Lebens iſt bey ihm nur die Erwartung eines Wunders der Wiedererweckung), zwey ſolche Grundpfeiler aller Religion niederzureiſſen, er, der ſelbſt ein frommer und eifriger Lehrer der Religion iſt, ſo wuͤrde er nichts anders antworten koͤnnen, als: das Intereſſe der Vernunft, welche dadurch verliert, daß man gewiſſe Gegenſtaͤnde den Geſetzen der materiellen Natur, den einzigen, die wir genau kennen und beſtimmen koͤnnen,

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