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Methodenlehre I. Hauptſt. II. Abſch. ben, erfinden. Vielmehr bin ich gewiß, daß dieſes niemals geſchehen werde. Denn, wo will die Vernunft den Grund zu ſolchen ſynthetiſchen Behauptungen, die ſich nicht auf Gegenſtaͤnde der Erfahrung und deren innerer Moͤglichkeit beziehen, hernehmen? Aber es iſt auch apodictiſch gewiß, daß niemals irgend ein Menſch auftreten werde, der das Gegentheil mit dem mindeſten Scheine, geſchweige dogmatiſch behaupten koͤnne. Denn, weil er dieſes doch blos durch reine Vernunft darthun koͤnte, ſo muͤßte er es unternehmen, zu beweiſen: daß ein hoͤchſtes Weſen, daß das in uns denkende Subiect, als reine Intelligenz, unmoͤglich ſey. Wo will er aber die Kentniſſe hernehmen, die ihn, von Dingen uͤber alle moͤgliche Erfahrung hinaus ſo ſynthetiſch zu urtheilen, berechtigten. Wir koͤnnen alſo daruͤber ganz unbekuͤmmert ſeyn: daß uns iemand das Gegentheil einſtens beweiſen werde, daß wir darum eben nicht noͤthig haben, auf ſchulgerechte Beweiſe zu ſinnen, ſondern immerhin dieienige Saͤtze annehmen koͤnnen, welche mit dem ſpeculativen Intereſſe unſerer Vernunft im empiriſchen Gebrauch ganz wol zuſammenhaͤngen und uͤberdem, es mit dem practiſchen Intereſſe zu vereinigen die einzige Mittel ſind. Vor den Gegner (der hier nicht blos als Critiker betrachtet werden muß), haben wir unſer non liquet in Bereitſchaft, welches ihn unfehlbar verwirren muß, indeſſen daß wir die Retorſion deſſelben auf uns nicht weigeren, indem wir die ſubiective Maxime der Vernunft beſtaͤndig im Ruͤckhalte