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Die Diſciplin der reinen Vernunft im polem. ꝛc. unſer Erkentniß erweitern zu koͤnnen. Dieſes verſuchen wir entweder durch den reinen Verſtand, in Anſehung desienigen, was wenigſtens ein Obiect der Erfahrung ſeyn kan, oder ſogar durch reine Vernunft, in Anſehung ſolcher Eigenſchaften der Dinge, oder auch wol des Daſeyns ſolcher Gegenſtaͤnde, die in der Erfahrung niemals vorkommen koͤnnen. Unſer Sceptiker unterſchied dieſe beide Arten der Urtheile nicht, wie er es doch haͤtte thun ſollen und hielt geradezu dieſe Vermehrung der Begriffe aus ſich ſelbſt und, ſo zu ſagen, die Selbſtgebaͤhrung unſeres Verſtandes (ſamt der Vernunft), ohne durch Erfahrung geſchwaͤngert zu ſeyn, vor unmoͤglich, mithin alle vermeintliche Principien derſelben a priori vor eingebildet und fand, daß ſie nichts als eine, aus Erfahrung und deren Geſetzen entſpringende Gewohnheit, mithin blos empiriſche, d. i. an ſich zufaͤllige Regeln ſeyn, denen wir eine vermeinte Nothwendigkeit und Allgemeinheit beimeſſen. Er bezog ſich aber zu Behauptung dieſes befremdlichen Satzes auf den allgemein anerkanten Grundſatz, von dem Verhaͤltniß der Urſache zur Wirkung. Denn da uns kein Verſtandesvermoͤgen von dem Begriffe eines Dinges zu dem Daſeyn von etwas anderem, was dadurch allgemein und nothwendig gegeben ſey, fuͤhren kan: ſo glaubte er daraus folgern zu koͤnnen, daß wir ohne Erfahrung nichts haben, was unſern Begriff vermehren und uns zu einem ſolchen a priori ſich ſelbſt erweiternden Urtheile berechtigen koͤnte. Daß das Sonnenlicht, welches das Wachs beleuchtet, es