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Die Diſciplin der reinen Vernunft im dogm. ꝛc. faͤltig zutreffende Beiſpiele vermuthlich, niemals aber apodictiſch gewiß gemacht werden. Anſtatt des Ausdrucks: Definition, wuͤrde ich lieber den der Expoſition brauchen, der immer noch behutſam bleibt und bey dem der Critiker ſie auf einen gewiſſen Grad gelten laſſen und doch wegen der Ausfuͤhrlichkeit noch Bedenken tragen kan. Da alſo weder empiriſch- noch a priori gegebene Begriffe definirt werden koͤnnen, ſo bleiben keine andere als willkuͤhrlichgedachte uͤbrig, an denen man dieſes Kunſtſtuͤck verſuchen kan. Meinen Begriff kan ich in ſolchem Falle iederzeit definiren; denn ich muß doch wiſſen, was ich habe denken wollen, da ich ihn ſelbſt vorſezlich gemacht habe, und er mir weder durch die Natur des Verſtandes, noch durch die Erfahrung gegeben worden, aber ich kan nicht ſagen, daß ich dadurch einen wahren Gegenſtand definirt habe. Denn, wenn der Begriff auf empiriſchen Bedingungen beruht, z. B. eine Schiffsuhr, ſo wird der Gegenſtand und deſſen Moͤglichkeit durch dieſen willkuͤhrlichen Begriff noch nicht gegeben, ich weis daraus nicht einmal, ob er uͤberall einen Gegenſtand habe, und meine Erklaͤrung kan beſſer eine Declaration (meines Proiects) als Definition eines Gegenſtandes heiſſen. Alſo blieben keine andere Begriffe uͤbrig, die zum definiren taugen, als ſolche, die eine willkuͤhrliche Syntheſis enthalten, welche a priori conſtruirt werden kan, mithin hat nur die Mathematik Definitionen. Denn, den Gegenſtand, den ſie denkt, ſtellt ſie auch a priori in der Anſchauung dar und dieſer kan ſicher nicht

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