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Die Diſciplin der reinen Vernunft im dogm. ꝛc. begriffe aber errichtet ſie zwar ſichere Grundſaͤtze, aber gar nicht direct aus Begriffen, ſondern immer nur indirect durch Beziehung dieſer Begriffe auf etwas ganz zufaͤlliges, nemlich moͤgliche Erfahrung; da ſie denn, wenn dieſe (etwas als Gegenſtand moͤglicher Erfahrungen) vorausgeſezt wird, allerdings apodictiſch gewiß ſeyn, an ſich ſelbſt aber (direct) a priori gar nicht einmal erkant werden koͤnnen. So kan niemand den Satz: alles was geſchieht hat ſeine Urſache, aus dieſen gegebenen Begriffen allein gruͤndlich einſehen. Daher iſt er kein Dogma, ob er gleich in einem anderen Geſichtspuncte, nemlich dem einzigen Felde ſeines moͤglichen Gebrauchs, d. i. der Erfahrung, ganz wol und apodictiſch bewieſen werden kan. Er heißt aber Grundſatz und nicht Lehrſatz, ob er gleich bewieſen werden muß, darum, weil er die beſondere Eigenſchaft hat, daß er ſeinen Beweisgrund, nemlich Erfahrung, ſelbſt zuerſt moͤglich macht und bey dieſer immer vorausgeſezt werden muß.

Giebt es nun im ſpeculativen Gebrauche der reinen Vernunft auch dem Inhalte nach gar keine Dogmate, ſo iſt alle dogmatiſche Methode, ſie mag nun dem Mathematiker abgeborgt ſeyn, oder eine eigenthuͤmliche Manier werden ſollen, vor ſich unſchicklich. Denn ſie verbirgt nur die Fehler und Irrthuͤmer und taͤuſcht die Philoſophie, deren eigentliche Abſicht iſt, alle Schritte der Vernunft in ihrem klaͤreſten Lichte ſehen zu laſſen. Gleichwol kan die Methode immer ſyſtematiſch ſeyn. Denn unſere Vernunft

(ſub
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