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Einleitung. von allen empiriſchen Bedingungen, unter denen unſer Verſtand ausgeuͤbet wird, z. B. vom Einfluß der Sinne, vom Spiele der Einbildung, den Geſetzen des Gedaͤchtniſſes, der Macht der Gewohnheit, der Neigung ꝛc. mithin auch den Quellen der Vorurtheile, ia gar uͤberhaupt von allen Urſachen, daraus uns gewiſſe Erkentniſſe entſpringen, oder unterſchoben werden moͤgen, weil ſie blos den Verſtand unter gewiſſen Umſtaͤnden ſeiner Anwendung betreffen, und, um dieſe zu kennen, Erfahrung erfordert wird. Eine allgemeine, aber reine Logik hat es alſo mit lauter Principien a priori zu thun, und iſt ein Canon des Verſtandes und der Vernunft, aber nur in Anſehung des Formalen ihres Gebrauchs, der Inhalt mag ſeyn, welcher er wolle, (empiriſch oder transſcendental.) Eine allgemeine Logik heißt aber alsdenn angewandt, wenn ſie auf die Regeln des Gebrauchs des Verſtandes unter den ſubiectiven empiriſchen Bedingungen, die uns die Pſychologie lehrt, gerichtet iſt. Sie hat alſo empiriſche Principien, ob ſie zwar in ſo fern allgemein iſt, daß ſie auf den Verſtandesgebrauch ohne Unterſchied der Gegenſtaͤnde geht. Um deswillen iſt ſie auch weder ein Canon des Verſtandes uͤberhaupt, noch ein Organon beſondrer Wiſſenſchaften, ſondern lediglich ein Catharcticon des gemeinen Verſtandes.

In der allgemeinen Logik muß alſo der Theil, der die reine Vernunftlehre ausmachen ſoll, von demienigen gaͤnzlich abgeſondert werden, welcher die angewandte (obzwar

noch
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