Generating file ...

Einleitung. Unterſchied des transſcendentalen und empiriſchen gehoͤrt alſo nur zur Critik der Erkentniſſe, und betrift nicht die Beziehung derſelben auf ihren Gegenſtand.

In der Erwartung alſo, daß es vielleicht Begriffe geben koͤnne, die ſich a priori auf Gegenſtaͤnde beziehen moͤgen, nicht als reine oder ſinnliche Anſchauungen, ſondern blos als Handlungen des reinen Denkens, die mithin Begriffe, aber weder empiriſchen noch aͤſthetiſchen Urprungs ſind, ſo machen wir uns zum voraus die Idee von einer Wiſſenſchaft des reinen Verſtandes und Vernunfterkentniſſes, dadurch wir Gegenſtaͤnde voͤllig a priori denken. Eine ſolche Wiſſenſchaft, welche den Urſprung, den Umfang und die obiective Guͤltigkeit ſolcher Erkentniſſe beſtimmete, wuͤrde transſcendentale Logik heiſſen muͤſſen, weil ſie es blos mit den Geſetzen des Verſtandes und der Vernunft zu thun hat, aber lediglich, ſo fern ſie auf Gegenſtaͤnde a priori bezogen wird, und nicht, wie die allgemeine Logik, auf die empiriſche ſo wol, als reine Vernunfterkentniſſe ohne Unterſchied.

III. Von der Eintheilung der allgemeinen Logik in Analytik und Dialectik.

Die alte und beruͤhmte Frage, womit man die Logiker in die Enge zu treiben vermeinte, und ſie dahin zu bringen ſuchte, daß ſie ſich entweder auf einer elenden Dialele mußten betreffen laſſen, oder ihre Unwiſſenheit,

mit
D 5