Elementarl. II. Th. II. Abth. Die
transſc. Dial.
werkſtelligen. Denn wir haben es mit einer natuͤrlichen
und unvermeidlichen Illuſion zu thun, die ſelbſt auf ſubiectiven Grundſaͤtzen beruht, und ſie als obiective
unterſchiebt, anſtatt, daß die logiſche
Dialectik in Aufloͤſung der Trugſchluͤſſe es nur mit einem
Fehler, in Befolgung der Grundſaͤtze, oder mit einem
gekuͤnſtelten Scheine, in Nachahmung derſelben, zu thun hat. Es
giebt alſo eine natuͤrliche und unvermeidliche Dialectik der
reinen Vernunft, nicht eine, in die ſich etwa ein
Stuͤmper, durch Mangel an Kentniſſen, ſelbſt verwickelt, oder
die irgend ein Sophiſt, um vernuͤnftige Leute zu verwirren,
kuͤnſtlich erſonnen hat, ſondern die der menſchlichen Vernunft
unhintertreiblich anhaͤngt, und ſelbſt, nachdem
wir ihr Blendwerk aufgedekt haben, dennoch nicht aufhoͤren
wird, ihr vorzugaukeln und ſie unablaͤſſig in augenblickliche
Verirrungen zu ſtoſſen, die iederzeit gehoben zu
werden beduͤrfen.