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Einleitung.

Betrachten wir aber dieſe Grundſaͤtze des reinen Verſtandes an ſich ſelbſt ihrem Urſprunge nach, ſo ſind ſie nichts weniger als Erkentniſſe aus Begriffen. Denn ſie wuͤrden auch nicht einmal a priori moͤglich ſeyn, wenn wir nicht die reine Anſchauung, (in der Mathematik) oder Bedingungen einer moͤglichen Erfahrung uͤberhaupt herbey zoͤgen. Daß alles, was geſchieht, eine Urſache habe, kan gar nicht aus dem Begriffe deſſen, was uͤberhaupt geſchieht, geſchloſſen werden; vielmehr zeigt der Grundſatz, wie man allererſt von dem was geſchieht, einen beſtimten Erfahrungsbegriff bekommen koͤnne.

Synthetiſche Erkentniſſe aus Begriffen kan der Verſtand alſo gar nicht verſchaffen, und dieſe ſind es eigentlich, welche ich ſchlechthin Principien nenne: indeſſen, daß alle allgemeine Saͤtze uͤberhaupt comparative Principien heiſſen koͤnnen.

Es iſt ein alter Wunſch, der, wer weis wie ſpaͤt, vielleicht einmal in Erfuͤllung gehen wird: daß man doch einmal, ſtatt der endloſen Mannigfaltigkeit buͤrgerlicher Geſetze, ihre Principien aufſuchen moͤge; denn darin kan allein das Geheimniß beſtehen, die Geſetzgebung, wie man ſagt, zu ſimplificiren. Aber die Geſetze ſind hier auch nur Einſchraͤnkungen unſrer Freyheit auf Bedingungen, unter denen ſie durchgaͤngig mit ſich ſelbſt zuſammenſtimt, mithin gehen ſie auf etwas, was gaͤnzlich unſer eigen Werk iſt, und wovon wir durch iene Begriffe ſelbſt die Urſache ſeyn koͤnnen. Wie aber Gegenſtaͤnde an ſich ſelbſt, wie

die