VII. Abſch. Critik aller
ſpeculativen Theologie.
auf das Feld der Erfahrungen angewandten
Vernunft ganz neue Ausſichten nach
telologiſchen Geſetzen die Dinge der Welt zu
verknuͤpfen, und dadurch zu der groͤßten
ſyſtematiſchen Einheit derſelben
zu gelangen. Die Vorausſetzung einer oberſten
Intelligenz, als der alleinigen Urſache des
Weltganzen, aber freilich blos in der Idee, kan
alſo iederzeit der Vernunft nutzen
und dabey doch niemals ſchaden. Denn, wenn
wir in Anſehung der Figur der Erde (der
runden doch etwas abgeplattetenabgeptatteten
*), der Gebirge und Meere ꝛc.
lauter weiſe Abſichten eines Urhebers zum voraus
annehmen, ſo koͤnnen wir auf
dieſem Wege eine Menge von Entdeckungen
machen. Bleiben wir nur bey dieſer Vorausſetzung, als einem blos regulativen
Princip, ſo kan ſelbſt der Irrthum uns nicht
ſchaden. Denn es kan allenfalls
daraus nichts weiter folgen, als daß, wo wir
einen teleologiſchen Zuſammenhang (nexus finalis)
erwarteten, ein blos mechaniſcher oder
phyſiſcher (nexus
effectiuus)