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VII. Abſch. Critik aller ſpeculativen Theologie. auf das Feld der Erfahrungen angewandten Vernunft ganz neue Ausſichten nach telologiſchen Geſetzen die Dinge der Welt zu verknuͤpfen, und dadurch zu der groͤßten ſyſtematiſchen Einheit derſelben zu gelangen. Die Vorausſetzung einer oberſten Intelligenz, als der alleinigen Urſache des Weltganzen, aber freilich blos in der Idee, kan alſo iederzeit der Vernunft nutzen und dabey doch niemals ſchaden. Denn, wenn wir in Anſehung der Figur der Erde (der runden doch etwas abgeplatteten *), der Gebirge und Meere ꝛc. lauter weiſe Abſichten eines Urhebers zum voraus annehmen, ſo koͤnnen wir auf dieſem Wege eine Menge von Entdeckungen machen. Bleiben wir nur bey dieſer Vorausſetzung, als einem blos regulativen Princip, ſo kan ſelbſt der Irrthum uns nicht ſchaden. Denn es kan allenfalls daraus nichts weiter folgen, als daß, wo wir einen teleologiſchen Zuſammenhang (nexus finalis) erwarteten, ein blos mechaniſcher oder phyſiſcher (nexus effectiuus)

Der Vortheil, den eine kugelichte Erdgeſtalt ſchaft, iſt bekant gnug; aber wenige wiſſen: daß ihre Abplattung, als eines Sphaͤroids, es allein verhindert, daß nicht die Hervorragungen des feſten Landes, oder auch kleinerer, vielleicht durch Erdbeben aufgeworfener Berge, die Achſe der Erde continuirlich und in nicht eben langer Zeit anſehnlich verruͤcke, waͤre nicht die Aufſchwellung der Erde unter der Linie ein ſo gewaltiger Berg, den der Schwung iedes andern Berges niemals merklich aus ſeiner Lage in Anſehung der Achſe bringen kan. Und doch erklaͤrt man dieſe weiſe Anſtalt ohne Bedenken aus dem Gleichgewicht der ehmals fluͤſſigen Erdmaſſe.
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Der Vortheil, den eine kugelichte Erdgeſtalt ſchaft, iſt bekant gnug; aber wenige wiſſen: daß ihre Abplattung, als eines Sphaͤroids, es allein verhindert, daß nicht die Hervorragungen des feſten Landes, oder auch kleinerer, vielleicht durch Erdbeben aufgeworfener Berge, die Achſe der Erde continuirlich und in nicht eben langer Zeit anſehnlich verruͤcke, waͤre nicht die Aufſchwellung der Erde unter der Linie ein ſo gewaltiger Berg, den der Schwung iedes andern Berges niemals merklich aus ſeiner Lage in Anſehung der Achſe bringen kan. Und doch erklaͤrt man dieſe weiſe Anſtalt ohne Bedenken aus dem Gleichgewicht der ehmals fluͤſſigen Erdmaſſe.