Wir haben bey Gelegenheit der Antinomie der reinen Vernunft geſagt: daß alle Fragen, welche die reine Vernunft aufwirft, ſchlechterdings beantwortlich ſeyn muͤſſen, und daß die Entſchuldigung mit den Schranken unſerer Erkentniß, die in vielen Naturfragen eben ſo unvermeidlich, als billig iſt, hier nicht geſtattet werden koͤnne, weil uns hier nicht von der Natur der Dinge, ſondern allein durch die Natur der Vernunft und lediglich uͤber ihre innere Einrichtung, die Fragen vorgelegt werden. Jezt koͤnnen wir dieſe dem erſten Anſcheine nach kuͤhne Behauptung in Anſehung der zween Fragen, wobey die reine Vernunft ihr groͤßtes Intereſſe hat, beſtaͤtigen und dadurch unſere Betrachtung uͤber die Dialectik derſelben zur gaͤnzlichen Vollendung bringen.
Fraͤgt man denn alſo (in Abſicht auf eine transſcendentale Theologie*) erſtlich: ob es etwas von der Welt
- *)
- Dasienige, was ich ſchon
vorher von der pſychologiſchen Idee und deren
eigentlichen Beſtimmung, als Princip’s
zum↩