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VII. Abſch. Critik aller ſpeculativen Theologie.

Von der Endabſicht der natuͤrlichen Dialectik der menſchlichen Vernunft.

Die Ideen der reinen Vernunft koͤnnen nimmermehr an ſich ſelbſt dialectiſch ſeyn, ſondern ihr bloſſer Mißbrauch muß es allein machen, daß uns von ihnen ein truͤglicher Schein entſpringt; denn ſie ſind uns durch die Natur unſerer Vernunft aufgegeben und dieſer oberſte Gerichtshof aller Rechte und Anſpruͤche unſerer Speculation kan unmoͤglich ſelbſt urſpruͤngliche Taͤuſchungen und Blendwerke enthalten. Vermuthlich werden ſie alſo ihre gute und zweckmaͤſſige Beſtimmung in der Naturanlage unſerer Vernunft haben. Der Poͤbel der Vernuͤnftler ſchreit aber, wie gewoͤhnlich, uͤber Ungereimtheit und Widerſpruͤche und ſchmaͤhet auf die Regierung, in deren innerſte Plane er nicht zu dringen vermag, deren wohlthaͤtigen Einfluͤſſen er auch ſelbſt ſeine Erhaltung und ſo gar die Cultur verdanken ſolte, die ihn in den Stand ſezt, ſie zu tadeln und zu verurtheilen.

Man kan ſich eines Begriffs a priori mit keiner Sicherheit bedienen, ohne ſeine transſcendentale Deduction zu Stande gebracht zu haben. Die Ideen der reinen Vernunft verſtatten zwar keine Deduction von der Art, als die Categorien; ſollen ſie aber im mindeſten einige, wenn auch nur unbeſtimte, obiective Guͤltigkeit haben und nicht blos leere Gedankendinge (entia rationis ratiocinanus) vorſtellen,

ſo