VII. Abſch. Critik aller
ſpeculativen Theologie.
Beobachtungen von ihr nicht unterſchieden
werden kan. So kommen wir, nach Anleitung
iener Principien, auf Einheit der
Gattungen dieſer Bahnen in ihrer Geſtalt, dadurch aber weiter auf Einheit der
Urſache aller Geſetze ihrer Bewegung (die
Gravitation), von da wir nachher unſere
Eroberungen ausdehnen und auch alle
Varietaͤten und ſcheinbare Abweichungen von
ienen Regeln aus demſelben Princip
zu erklaͤren ſuchen, endlich gar mehr hinzufuͤgen, als Erfahrung iemals
beſtaͤtigen kan, nemlich, uns nach den Regeln
der Verwandſchaft ſelbſt hyperboliſche
Cometenbahnen zu denken, in welcher dieſe Coͤrper
ganz und gar unſere Sonnenwelt verlaſſen und,
indem ſie von Sonne zu Sonne gehen, die
entfernteren Theile eines vor uns
unbegraͤnzten Weltſyſtems, das durch eine und
dieſelbe bewegende Kraft
zuſammenhaͤngt, in ihrem Laufe
vereinigen.
Was bey dieſen Principien merkwuͤrdig iſt, und
uns auch allein beſchaͤftigt, iſt dieſes: daß
ſie transſcendental zu ſeyn ſcheinen und, ob
ſie gleich bloſſe Ideen zur Befolgung des empiriſchen Gebrauchs der Vernunft
enthalten, denen der leztere nur gleichſam
aſymptotiſch, d. i. blos annaͤhernd folgen kan, ohne ſie iemals zu
erreichen, ſie gleichwol, als
ſynthetiſche Saͤtze a
priori, obiective aber unbeſtimte Guͤltigkeit haben und zur Regel
moͤglicher Erfahrung dienen, auch wirklich in
Bearbeitung derſelben, als hevriſtiſche Grundſaͤtze, mit gutem Gluͤcke gebraucht
werden, ohne daß man doch eine
transſcendentale Deduction der