Das erſte Geſetz alſo verhuͤtet die Ausſchweifung in die Mannigfaltigkeit verſchiedener urſpruͤnglichen Gattungen und empfiehlt die Gleichartigkeit, das zweite ſchraͤnkt dagegen dieſe Neigung zur Einhelligkeit wiederum ein und gebietet Unterſcheidung der Unterarten, bevor man ſich mit ſeinem allgemeinen Begriffe zu den Individuen wende. Das dritte vereinigt iene beide, indem ſie bey der hoͤchſten Mannigfaltigkeit dennoch die Gleichartigkeit durch den ſtufenartigen Uebergang von einer Species zur anderen vorſchreibt, welches eine Art von Verwandſchaft der verſchiedenen Zweige anzeigt, in ſo fern ſie insgeſamt aus einem Stamme entſproſſen ſind.
Dieſes logiſche Geſetz des continui ſpecierum (formarum logicarum) ſezt aber ein transſcendentales voraus, (lex continui in natura), ohne welches der Gebrauch des Verſtandes durch iene Vorſchrift nur irre geleitet werden wuͤrde, indem ſie vielleicht einen der Natur gerade entgegengeſezten Weg nehmen wuͤrde. Es muß alſo dieſes Geſetz auf reinen transſcendentalen und nicht empiriſchen Gruͤnden beruhen. Denn in dem lezteren Falle wuͤrde es ſpaͤter kommen, als die Syſteme; es hat aber eigentlich das Syſtematiſche der Naturerkentniß zuerſt hervorgebracht. Es ſind hinter dieſen Geſetzen auch nicht etwa Abſichten auf eine, mit ihnen, als bloſſen Verſuchen, anzuſtellende Probe verborgen, obwol freilich dieſer Zu