Ich behaupte nun: daß alle Verſuche eines blos ſpeculativen Gebrauchs der Vernunft in Anſehung der Theologie gaͤnzlich fruchtlos und ihrer inneren Beſchaffenheit nach null und nichtig ſind, daß aber die Principien ihres Naturgebrauchs ganz und gar auf keine Theologie fuͤhren, folglich, wenn man nicht moraliſche Geſetze zum Grunde legt, oder zum Leitfaden braucht, es uͤberall keine Theologie der Vernunft geben koͤnne. Denn alle ſynthetiſche Grundſaͤtze des Verſtandes ſind von immanentem Gebrauch: zu der Erkentniß eines hoͤchſten Weſens aber wird ein transſcendenter Gebrauch derſelben erfodert, wozu unſer Verſtand gar nicht ausgeruͤſtet iſt. Soll das empiriſchguͤltige Geſetz der Cauſſalitaͤt zu dem Urweſen fuͤhren, ſo muͤßte dieſes in die Kette der Gegenſtaͤnde der Erfahrung mit gehoͤren, alsdenn waͤre es aber, wie alle Erſcheinungen, ſelbſt wiederum bedingt. Erlaubte man