Die unbedingte Nothwendigkeit, die wir, als den
lezten Traͤger aller Dinge, ſo unentbehrlich
beduͤrfen, iſt der wahre Abgrund vor die
menſchliche Vernunft. Selbſt die Ewigkeit, ſo
ſchauderhafterhaben ſie auch ein Haller
ſchildern mag, macht lange den ſchwindelichten
Eindruck nicht auf das Gemuͤth; denn ſie mißt nur die Dauer der
Dinge, aber traͤgt ſie nicht. Man kan ſich des
Gedanken nicht erwehren, man kan
ihn aber auch nicht ertragen: daß
ein Weſen, welches wir uns auch als das Hoͤchſte unter allen moͤglichen vorſtellen,
gleichſam zu ſich ſelbſt ſage: Ich bin von
Ewigkeit zu Ewigkeit, auſſer mir iſt nichts,
ohne das, was blos durch meinen Willen etwas
iſt; aber woher bin ich
denn? Hier ſinkt alles unter uns und die
groͤßte Vollkommenheit, wie die kleinſte,
ſchwebt ohne Haltung blos vor der ſpeculativen
Vernunft, der es nichts
Viele Kraͤfte der Natur, die ihr Daſeyn durch gewiſſe Wirkungen aͤuſſern, bleiben vor uns unerforſchlich; denn wir koͤnnen ihnen durch Beobachtung nicht weit genug nachſpuͤhren. Das den Erſcheinungen zum Grunde liegende transſcendentale Obiect und, mit demſelben der Grund, warum unſere Sinnlichkeit dieſe vielmehr als an