Elementarl. II. Th. II. Abth. II. Buch.
III. Hauptſt.
Schluß, von der Unmoͤglichkeit einer
unendlichen Reihe uͤber einander gegebenen
Urſachen in der Sinnenwelt auf eine erſte
Urſache zu ſchlieſſen, wozu uns die Principien
des Vernunftgebrauchs ſelbſt in der Erfahrung nicht
berechtigen, vielweniger dieſen
Grundſatz uͤber dieſelbe (wohin
dieſe Kette gar nicht verlaͤngert werden kan)
ausdehnen koͤnnen. 3. Die falſche
Selbſtbefriedigung der Vernunft, in
Anſehung der Vollendung dieſer Reihe, dadurch: daß man endlich alle Bedingung,
ohne welche doch kein Begriff einer
Nothwendigkeit ſtatt finden kan, wegſchaft und, da man alsdenn nichts weiter begreifen
kan, dieſes vor eine Vollendung ſeines Begriffs
annimt. 4. Die Verwechſelung der logiſchen
Moͤglichkeit eines Begriffs von aller
vereinigten Realitaͤt (ohne inneren Widerſpruch)
mit der transſcendentalen, welche ein
Principium der Thunlichkeit einer
ſolchen Syntheſis bedarf, das aber wiederum nur
auf das Feld moͤglicher Erfahrungen gehen kan, u. ſ.
w.
Das Kunſtſtuͤck des cosmologiſchen Beweiſes
zielet blos darauf ab, um dem Beweiſe des
Daſeyns eines nothwendigen Weſens a priori durch bloſſe
Begriffe auszuweichen, der
ontologiſch gefuͤhrt werden muͤßte, wozu wir
uns aber gaͤnzlich unvermoͤgend fuͤhlen. In
dieſer Abſicht ſchlieſſen wir aus einem zum
Grunde gelegten wirklichen Daſeyn
(einer Erfahrung uͤberhaupt), ſo gut es ſich
will thun laſſen, auf irgend eine
ſchlechterdingsnothwendige
Bedingung deſſelben. Wir haben alsdenn dieſer
ihre Moͤglichkeit nicht noͤthig zu erklaͤren. Denn, wenn
bewie