Wenn ich alſo ein Ding, durch welche und wie viel Praͤdicate ich will, (ſelbſt in der durchgaͤngigen Beſtimmung) denke, ſo komt dadurch, daß ich noch hinzuſetze, dieſes Ding iſt, nicht das mindeſte zu dem Dinge hinzu. Denn ſonſt wuͤrde nicht eben daſſelbe, ſondern mehr exiſtiren, als ich im Begriffe gedacht hatte und ich koͤnte nicht ſagen: daß gerade der Gegenſtand meines Begriffs exiſtire. Denke ich mir auch ſo gar in einem Dinge alle Realitaͤt auſſer einer; ſo komt dadurch, daß ich ſage, ein ſolches mangelhafte Ding exiſtirt, die fehlende Realitaͤt nicht hinzu, ſondern es exiſtirt gerade mit demſelben Mangel behaftet, als ich es gedacht habe, ſonſt wuͤrde etwas Anderes, als ich dachte, exiſtiren. Denke ich mir nun ein Weſen als die hoͤchſte Realitaͤt (ohne Mangel), ſo bleibt noch immer die Frage: ob es exiſtire, oder nicht. Denn, obgleich an meinem Begriffe, von dem moͤglichen realen Inhalte eines Dinges uͤberhaupt, nichts fehlt, ſo fehlt doch noch etwas an dem Verhaͤltniſſe zu meinem ganzen Zuſtande des Denkens, nemlich: daß die Erkentniß ienes Obiects auch a poſteriori moͤglich ſey. Und hier zeiget ſich auch die Urſache der hiebey obwaltenden Schwierigkeit. Waͤre von einem Gegenſtande der Sinne die Rede, ſo wuͤrde ich die Exiſtenz des Dinges mit dem bloſſen Begriffe des Dinges nicht verwechſeln koͤnnen. Denn durch den Begriff wird der Gegenſtand nur mit den allgemeinen Bedingungen einer moͤglichen empiriſchen Erkentniß uͤberhaupt als einſtimmig, durch die Exiſtenz aber als in dem Context der geſamten Erfah