Generating file ...

Elementarl. II. Th. II. Abth. II. Buch. III. Hauptſt. den mag, laͤßt ſie eben dieſes wiederum fragen. Wohin ſollen wir nun die oberſte Cauſſalitaͤt billiger verlegen, als dahin, wo auch die hoͤchſte Cauſſalitaͤt iſt, d. i. in dasienige Weſen, was zu der moͤglichen Wirkung die Zulaͤnglichkeit in ſich ſelbſt urſpruͤnglich enthaͤlt, deſſen Begriff auch durch den einzigen Zug einer allbefaſſenden Vollkommenheit ſehr leicht zu Stande komt. Dieſe hoͤchſte Urſache halten wir denn vor ſchlechthin nothwendig, weil wir es ſchlechterdings nothwendig finden, bis zu ihr hinaufzuſteigen und keinen Grund, uͤber ſie noch weiter hinaus zu gehen. Daher ſehen wir bey allen Voͤlkern durch ihre blindeſte Vielgoͤtterey doch einige Funken des Monotheismus durchſchimmern, wozu nicht Nachdenken und tiefe Speculation, ſondern nur ein nach und nach verſtaͤndlich gewordener natuͤrlicher Gang des gemeinen Verſtandes gefuͤhrt hat.

Es ſind nur drey Beweisarten vom Daſeyn Gottes aus ſpeculativer Vernunft moͤglich.

Alle Wege, die man in dieſer Abſicht einſchlagen mag, fangen entweder von der beſtimten Erfahrung und der dadurch erkanten beſonderen Beſchaffenheit unſerer Sinnenwelt an, und ſteigen von ihr nach Geſetzen der Cauſſalitaͤt bis zur hoͤchſten Urſache auſſer der Welt hinaufoder ſie legen nur unbeſtimte Erfahrung, d. i. irgend ein Daſeyn empiriſch zum Grunde, oder ſie abſtrahiren endlich von aller Erfahrung und ſchlieſſen gaͤnzlich a priori aus bloſſen Begriffen auf das Daſeyn einer hoͤchſten Ur

ſache.