II. Abſch. Vom
transſcend. Ideale.
und der Schlußſatz den Begriff durch dieſen
beſtimt. Der allgemeine Begriff einer Realitaͤt
uͤberhaupt kan a priori
nicht eingetheilt werden, weil man ohne
Erfahrung keine beſtimte Arten von Realitaͤt
kent, die unter iener Gattung enthalten waͤren.
Alſo iſt der transſcendentale Oberſatz der
durchgaͤngigen Beſtimmung aller Dinge nichts
anders, als die Vorſtellung des Inbegriffs
aller Realitaͤt, nicht blos ein Begriff, der
alle Praͤdicate ihrem transſcendentalen Inhalte
nach unter ſich, ſondern
der ſie in ſich begreift
und die durchgaͤngige Beſtimmung eines ieden
Dinges beruht auf der Einſchraͤnkung dieſes All der Realitaͤt, indem
Einiges derſelben dem Dinge
beigelegt, das uͤbrige aber ausgeſchloſſen wird, welches mit dem Entweder- oder
des disiunctiven Oberſatzes und der
Beſtimmung des Gegenſtandes, durch
eins der Glieder dieſer Theilung im Unterſatze,
uͤbereinkomt. Demnach iſt der Gebrauch der
Vernunft, durch den ſie das transſcendentale
Ideal zum Grunde ihrer Beſtimmung aller
moͤglichen Dinge legt, demienigen analogiſch, nach welchem ſie in disiunctiven
Vernunftſchluͤſſen verfaͤhrt, welches der Satz
war, den ich oben zum Grunde der
ſyſtematiſchen Eintheilung aller
transſcendentalen Ideen legte, nach welchem ſie
den drey Arten von Vernunftſchluͤſſen parallel und correſpondirend
erzeugt werden.
Es verſteht ſich von ſelbſt, daß die Vernunft zu
dieſer ihrer Abſicht, nemlich ſich
lediglich die nothwendige durchgaͤngige
Beſtimmung der Dinge vorzuſtellen, nicht