Elementarl. II. Th. II. Abth. II.
Buch.
nunftſchluͤſſe uͤberhaupt an die Hand giebt, ſo
wie etwa die Categorien ihr logiſches Schema in den
vier Functionen aller Urtheile
antreffen. Die erſte Art dieſer vernuͤnftelnden Schluͤſſe gieng auf die unbedingte
Einheit der ſubiectiven Bedingungen aller
Vorſtellungen uͤberhaupt (des Subiects oder der
Seele), in Correſpondenz mit den
categoriſchen
Vernunftſchluͤſſen, deren Oberſatz, als Princip, die Beziehung eines Praͤdicats auf
ein Subiect ausſagt. Die zweite Art des dialectiſchen Arguments
wird alſo, nach der Analogie mit hypothetiſchen Vernunftſchluͤſſen, die unbedingte Einheit der
obiectiven Bedingungen in der
Erſcheinung zu ihrem Inhalte machen, ſo wie die
dritte Art, die im folgenden Hauptſtuͤcke vorkommen
wird, die unbedingte Einheit der obiectiven
Bedingungen der Moͤglichkeit der Gegenſtaͤnde
uͤberhaupt zum Thema hat.
Es iſt aber merkwuͤrdig: daß der transſcendentale
Paralogism einen blos einſeitigen Schein, in
Anſehung der Idee von dem Subiecte unſeres Denkens,
bewirkte, und zur Behauptung des Gegentheils ſich
nicht der mindeſte Schein aus
Vernunftbegriffen vorfinden will. Der Vortheil iſt
gaͤnzlich auf der Seite des Pnevmatismus, obgleich dieſer den Erbfehler nicht
verlaͤugnen kan, bey allem ihm guͤnſtigen Schein in
der Feuerprobe der Critik ſich in lauter Dunſt
aufzuloͤſen.
Ganz anders faͤllt es aus, wenn wir die Vernunft auf
die obiective Syntheſis der Erſcheinungen anwenden,
wo