Gegenſtand der Anſchauung, und mithin kein Correlatum der Welt, angetroffen wird, womit dieſelbe im Verhaͤltniß ſtehe, ſo wuͤrde das Verhaͤltniß der Welt zum leeren Raum ein Verhaͤltniß derſelben zu keinem Gegenſtande ſeyn. Ein dergleichen Verhaͤltniß aber, mithin auch die Begraͤnzung der Welt durch den leeren Raum, iſt nichts; alſo iſt die Welt, dem Raume nach, gar nicht begraͤnzt, d. i. ſie iſt in Anſehung der Ausdehnung unendlich*).
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- Der Raum iſt blos die Form der aͤuſſeren Anſchauung (formale Anſchauung), aber kein wirklicher Gegenſtand, der aͤuſſerlich angeſchauet werden kan. Der Raum, vor allen Dingen, die ihn beſtimmen (erfuͤllen oder begraͤnzen), oder die vielmehr eine, ſeiner Form gemaͤſſe empiriſche Anſchauung geben, iſt, unter dem Nahmen des abſoluten Naumes, nichts Anderes, als die bloſſe Moͤglichkeit aͤuſſerer Erſcheinungen, ſo fern ſie entweder an ſich exiſtiren, oder zu gegebenen Erſcheinungen noch hinzu kommen koͤnnen. Die empiriſche Anſchauung iſt alſo nicht zuſammengeſezt aus Erſcheinungen und dem Raume (der Wahrnehmung und der leeren Anſchauung). Eines iſt nicht des andern Correlatum der Syntheſis, ſondern nur in einer und derſelben empiriſchen Anſchauung verbunden, als Materie und Form derſelben. Will man eine dieſer zween Stuͤcke auſſer der anderen ſetzen (Raum auſſerhalb allen Erſcheinungen) ſo entſtehen daraus allerley leere Beſtimmungen der aͤuſſeren Anſchauung, die doch nicht moͤgliche Wahrnehmungen ſind. z. B. Bewegung, oder Ruhe der Welt im unendlichen leeren Raum, eine Beſtimmung des Verhaͤltniſſes beider untereinander, welche niemals wahrgenommen werden kan, und alſo auch das Praͤdicat eines bloſſen Gedankendinges iſt.↩