Es iſt aber hiebey gar nicht die Meinung, das unbedingtnothwendige Daſeyn eines Weſens zu beweiſen, oder auch nur die Moͤglichkeit einer blos intelligibelen Bedingung der Exiſtenz der Erſcheinungen der Sinnenwelt hierauf zu gruͤnden, ſondern nur eben ſo, wie wir die Vernunft einſchraͤnken, daß ſie nicht den Faden der empiriſchen Bedingungen verlaſſe, und ſich in transſcendente und keiner Darſtellung in concreto faͤhige Erklaͤrungsgruͤnde verlaufe, alſo auch, anderer Seits, das Geſetz des blos empiriſchen Verſtandesgebrauchs dahin einzuſchraͤnken: daß es nicht uͤber die Moͤglichkeit der Dinge uͤberhaupt entſcheide und das Intelligibele, ob es gleich von uns zur Erklaͤrung der Erſcheinungen nicht zu gebrauchen iſt, darum nicht vor unmoͤglich erklaͤre. Es wird alſo dadurch nur gezeigt: daß die durchgaͤngige Zufaͤlligkeit aller Naturdinge und aller ihrer (empiriſchen) Bedingungen, ganz wol mit der willkuͤhrlichen Vorausſetzung einer nothwendigen, ob zwar blos intelligibelen Bedingung zuſammen beſtehen koͤnne, alſo kein wahrer Widerſpruch zwiſchen dieſen Behauptungen anzutreffen ſey, mithin ſie beiderſeits wahr ſeyn koͤnnen. Es mag immer ein ſolches ſchlechthinnothwendiges Verſtandesweſen an ſich unmoͤglich ſeyn, ſo kan dieſes doch aus der