Wir koͤnnen alſo mit der Beurtheilung freier Handlungen, in Anſehung ihrer Cauſſalitaͤt, nur bis an die intelligibele Urſache, aber nicht uͤber dieſelbe hinaus kommen, wir koͤnnen erkennen, daß ſie frey, d. i. von der Sinnlichkeit unabhaͤngig beſtimt und, auf ſolche Art, die ſinnlichunbedingte Bedingung der Erſcheinungen ſeyn koͤnne. Warum aber der intelligibele Character gerade dieſe Erſcheinungen und dieſen empiriſchen Character unter vorliegenden Umſtaͤnden gebe, das uͤberſchreitet ſo weit alles Vermoͤgen unſerer Vernunft es zu beantworten, ia alle Befugniß derſelben nur zu fragen, als ob man fruͤge: woher der transſcendentale Gegenſtand unſerer aͤuſſeren ſinnlichen Anſchauung gerade nur Anſchauung im Raume und nicht irgend eine andere giebt. Allein die Aufgabe, die wir aufzuloͤſen hatten, verbindet uns hiezu gar nicht, denn ſie war nur dieſe: ob Freiheit der Naturnothwendigkeit in einer und derſelben Handlung widerſtreite und dieſes haben wir hinreichend beantwortet, da wir zeigten: daß, da bey iener eine Beziehung auf eine ganz andere Art von Bedingungen moͤglich iſt, als bey dieſer, das Geſetz der lezteren die erſtere nicht afficire, mithin beide von einander unabhaͤngig und durch einander ungeſtoͤrt ſtatt finden koͤnnen.
Man muß wol bemerken: daß wir hiedurch nicht die Wirklichkeit der Freiheit als einer der Vermoͤgen,