Die Vernunft iſt alſo die beharrliche Bedingung aller willkuͤhrlichen Handlungen, unter denen der Menſch erſcheint. Jede derſelben iſt im empiriſchen Character des Menſchen vorher beſtimt, ehe noch als ſie geſchieht. In Anſehung des intelligibelen Characters, wovon iener nur das ſinnliche Schema iſt, gilt kein Vorher, oder Nachher und iede Handlung, unangeſehen des Zeitverhaͤltniſſes, darin ſie mit anderen Erſcheinungen ſteht, iſt die unmittelbare Wirkung des intelligibelen Characters der reinen Vernunft, welche mithin frey handelt, ohne in der Kette der Natururſachen, durch aͤuſſere oder innere, aber der Zeit nach vorhergehende Gruͤnde, dynamiſch beſtimt zu ſeyn, und dieſe ihre Freiheit kan man nicht allein negativ, als Unabhaͤngigkeit von empiriſchen Bedingungen anſehen, (denn dadurch wuͤrde das Vernunftvermoͤgen aufhoͤren, eine Urſache der Erſcheinungen zu ſeyn), ſondern