Iſt es denn aber auch nothwendig: daß, wenn die Wirkungen Erſcheinungen ſind, die Cauſſalitaͤt ihrer Urſache, die (nemlich Urſache) ſelbſt auch Erſcheinung iſt, lediglich empiriſch ſeyn muͤſſe und iſt es nicht vielmehr moͤglich: daß, obgleich zu ieder Wirkung in der Erſcheinung eine Verknuͤpfung mit ihrer Urſache, nach Geſetzen der empiriſchen Cauſſalitaͤt, allerdings erfodert wird, dennoch dieſe empiriſche Cauſſalitaͤt ſelbſt, ohne ihren Zuſammenhang mit den Natururſachen im mindeſten zu unterbrechen, doch einer Wirkung einer nichtempiriſchen, ſondern intelligibelen Cauſſalitaͤt ſeyn koͤnne, d. i. einer, in Anſehung der Erſcheinungen, urſpruͤnglichen Handlung einer Urſache, die alſo in ſo fern nicht Erſcheinung, ſondern dieſem Vermoͤgen nach intelligibel iſt, ob ſie gleich uͤbrigens gaͤnzlich, als ein Glied der Naturkette, mit zu der Sinnenwelt gezaͤhlt werden muß.
Wir beduͤrfen des Satzes der Cauſſalitaͤt der Erſcheinungen unter einander, um von Naturbegebenheiten Naturbedingungen, d. i. Urſachen in der Erſcheinung, zu ſuchen und angeben zu koͤnnen. Wenn dieſes eingeraͤumt und durch keine Ausnahme geſchwaͤcht wird, ſo hat der Verſtand, der bey ſeinem empiriſchen Gebrauche in allen Er