Erlaͤuterung der cosmologiſchen Idee einer Freiheit in Verbindung mit der allgemeinen Naturnothwendigkeit.
Ich habe gut gefunden, zuerſt den Schattenriß der Aufloͤſung unſeres transſcendentalen Problems zu entwerfen, damit man den Gang der Vernunft in Aufloͤſung deſſelben dadurch beſſer uͤberſehen moͤge. Jezt wollen wir die Momente ihrer Entſcheidung, auf die es eigentlich ankoͤmt, aus einander ſetzen und iedes beſonders in Erwaͤgung ziehen.
Das Naturgeſetz: daß alles, was geſchieht, eine Urſache habe, daß die Cauſſalitaͤt dieſer Urſache, d. i. die Handlung, da ſie in der Zeit vorhergeht und in Betracht einer Wirkung, die da entſtanden, ſelbſt nicht immer geweſen ſeyn kan, ſondern geſchehen ſeyn muß, auch ihre Urſache unter den Erſcheinungen habe, dadurch ſie beſtimt wird und daß folglich alle Begebenheiten in einer Naturordnung empiriſch beſtimt ſind, dieſes Geſetz, durch welches Erſcheinungen allererſt eine Natur ausmachen und Gegenſtaͤnde einer Erfahrung abgeben koͤnnen, iſt ein Verſtandesgeſetz, von welchem es unter keinem Vorwande erlaubt iſt abzugehen, oder irgend eine Erſcheinung davon auszunehmen; weil man ſie ſonſt auſſerhalb aller moͤglichen Erfahrung ſetzen, dadurch aber von allen Gegenſtaͤnden moͤg