Nach dem intelligibelen Character deſſelben aber (ob wir zwar davon nichts als blos den allgemeinen Begriff deſſelben haben koͤnnen) wuͤrde daſſelbe Subiect dennoch von allem Einfluſſe der Sinnlichkeit und Beſtimmung durch Erſcheinungen frey geſprochen werden muͤſſen, und, da in ihm, ſo fern es Noumenon iſt, nichts geſchieht, keine Veraͤnderung, welche dynamiſche Zeitbeſtimmung erheiſcht, mithin keine Verknuͤpfung mit Erſcheinungen als Urſachen angetroffen wird, ſo wuͤrde dieſes thaͤtige Weſen, ſo fern in ſeinen Handlungen von aller Naturnothwendigkeit, als die lediglich in der Sinnenwelt angetroffen wird, unabhaͤngig und frey ſeyn. Man wuͤrde von ihm ganz richtig ſagen: daß es ſeine Wirkungen in der Sinnenwelt von ſelbſt anfange, ohne daß die Handlung in ihm ſelbſt anfaͤngt und dieſes wuͤrde guͤltig ſeyn, ohne daß die Wirkungen in der Sinnenwelt darum von ſelbſt anfangen duͤrfen, weil ſie in derſelben iederzeit durch empiriſche Bedingungen in der vorigen Zeit, aber doch nur vermittelſt des empiriſchen Characters (der blos die Erſcheinung des intelligibelen iſt) vorher beſtimt ſeyn, und nur als eine Fortſetzung der Reihe der Natururſachen moͤglich ſind. So wuͤrde denn Freiheit und Natur, iedes in ſeiner vollſtaͤndigen Bedeutung, bey eben denſelben Handlungen, nachdem man ſie mit ihrer intelligibelen, oder ſenſibelen Urſache vergleicht, zugleich und ohne allen Widerſtreit angetroffen werden.