Moͤglichkeit der Cauſſalitaͤt durch Freiheit, in Vereinigung mit dem allgemeinen Geſetze der Naturnothwendigkeit.
Ich nenne dasienige an einem Gegenſtande der Sinne, was ſelbſt nicht Erſcheinung iſt, intelligibel. Wenn demnach dasienige, was in der Sinnenwelt als Erſcheinung angeſehen werden muß, an ſich ſelbſt auch ein Vermoͤgen hat, welches kein Gegenſtand der ſinnlichen Anſchauung iſt, wodurch es aber doch die Urſache von Erſcheinungen ſeyn kan: ſo kan man die Cauſſalitaͤt dieſes Weſens auf zwey Seiten betrachten, als intelligibel nach ihrer Handlung, als eines Dinges an ſich ſelbſt, und als ſenſibel, nach den Wirkungen derſelben, als einer Erſcheinung in der Sinnenwelt. Wir wuͤrden uns demnach von dem Vermoͤgen eines ſolchen Subiects einen empiriſchen, imgleichen auch einen intellectuellen Begriff ſeiner Cauſſalitaͤt machen, welche bey einer und derſelben Wirkung zuſammen ſtatt finden. Eine ſolche doppelte Seite, das Vermoͤgen eines Gegenſtandes der Sinne ſich zu denken, widerſpricht keinem von den Begriffen, die wir uns von Erſcheinungen und von einer moͤglichen Erfahrung zu machen haben. Denn, da dieſen, weil ſie an ſich keine Dinge ſind, ein transſcendentaler Gegenſtand zum Grunde liegen muß, der ſie als bloſſe Vorſtellungen beſtimt, ſo hindert nichts, daß wir dieſem transſcendentalen Gegen