Dadurch nun, daß die dynamiſche Ideen eine Bedingung der Erſcheinungen auſſer der Reihe derſelben, d. i. eine ſolche, die ſelbſt nicht Erſcheinung iſt, zulaſſen, geſchieht etwas, was von dem Erfolg der Antinomie gaͤnzlich unterſchieden iſt. Dieſe nemlich verurſachte: daß beide dialectiſchen Gegenbehauptungen vor falſch erklaͤrt werden mußten. Dagegen das Durchgaͤngigbedingte der dynamiſchen Reihen, welches von ihnen als Erſcheinungen unzertrenlich iſt, mit der zwar empiriſchunbedingten, aber auch nichtſinnlichen Bedingung verknuͤpft, dem Verſtande einer Seits und der Vernunft anderer Seits*) Gnuͤge leiſten und, indem die dialectiſche Argumente, welche unbedingte Totalitaͤt in bloſſen Erſcheinungen auf eine oder andere Art ſuchten, wegfallen, dagegen die
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- Denn der Verſtand erlaubt unter Erſcheinungen keine Bedingung, die ſelbſt empiriſch unbedingt waͤre. Lieſſe ſich aber eine intelligibele Bedingung, die alſo nicht in die Reihe der Erſcheinungen, als ein Glied, mit gehoͤrete, zu einem Bedingten (in der Erſcheinung) gedenken, ohne doch dadurch die Reihe empiriſcher Bedingungen im mindeſten zu unterbrechen: ſo koͤnte eine ſolche als empiriſchunbedingt zugelaſſen werden, ſo daß dadurch dem empiriſchen continuirlichen Regreſſus nirgend Abbruch geſchaͤhe.↩