Hieraus folgt auch ganz natuͤrlich die zweite Anwendung, auf eine in ihren Graͤnzen eingeſchloſſene aͤuſſere Erſcheinung (Coͤrper). Die Theilbarkeit deſſelben gruͤndet ſich auf die Theilbarkeit des Raumes, der die Moͤglichkeit des Coͤrpers, als eines ausgedehnten Ganzen, ausmacht. Dieſer iſt alſo ins Unendliche theilbar, ohne doch darum aus unendlich viel Theilen zu beſtehen.
Es ſcheinet zwar: daß, da ein Coͤrper als Subſtanz im Raume vorgeſtellet werden muß, er, was das Geſetz der Theilbarkeit des Raumes betrift, hierin von dieſem unterſchieden ſeyn werde: denn man kan es allenfalls wol zugeben: daß die Decompoſition im lezteren niemals alle Zuſammenſetzung wegſchaffen koͤnne, indem alsdenn ſo gar aller Raum, der ſonſt nichts Selbſtſtaͤndiges hat, aufhoͤren wuͤrde (welches unmoͤglich iſt); allein daß, wenn alle Zuſammenſetzung der Materie in Gedanken aufgehoben wuͤrde, gar nichts uͤbrig bleiben ſolle, ſcheint ſich nicht mit dem Begriffe einer Subſtanz vereinigen zu laſſen, die eigentlich das Subiect aller Zuſammenſetzung ſeyn ſolte, und in ihren Elementen uͤbrig bleiben muͤßte, wenn gleich die Verknuͤpfung derſelben im Raume, dadurch ſie einen Coͤrper ausmachen, aufgehoben waͤre. Allein mit dem, was in der Erſcheinung Subſtanz heißt, iſt es nicht ſo bewandt, als man es wol von einem Dinge an ſich ſelbſt durch reinen Verſtandesbegriff denken wuͤrde. Jenes iſt nicht abſolutes Subiect, ſondern beharrliches Bild der