In keinem von beiden Faͤllen, ſowol dem regreſſus in infinitum, als dem in indefinitum, wird die Reihe der Bedingungen als unendlich im Obiect gegeben angeſehen. Es ſind nicht Dinge, die an ſich ſelbſt, ſondern nur Erſcheinungen, die, als Bedingungen von einander, nur im Regreſſus ſelbſt gegeben werden. Alſo iſt die Frage nicht mehr: wie groß dieſe Reihe der Bedingungen an ſich ſelbſt ſey, ob endlich oder unendlich, denn ſie iſt nichts an ſich ſelbſt, ſondern: wie wir den empiriſchen Regreſſus anſtellen und wie weit wir ihn fortſetzen ſollen. Und da iſt denn ein nahmhafter Unterſchied in Anſehung der Regel dieſes Fortſchritts. Wenn das Ganze empiriſch gegeben worden, ſo iſt es moͤglich, ins Unendliche in der Reihe ſeiner inneren Bedingungen zuruͤck zu gehen. Iſt ienes aber nicht gegeben, ſondern ſoll durch empiriſchen Regreſſus allererſt gegeben werden, ſo kan ich nur ſagen: es iſt ins Unendliche moͤglich zu noch hoͤheren Bedingungen der Reihe fortzugehen. Im erſteren Falle konte ich ſagen: es ſind immer mehr Glieder da und empiriſch gegeben, als ich durch den Regreſſus (der Decompoſition) erreiche; im zweiten aber: ich kan im Regreſſus noch immer weiter gehen, weil kein Glied als ſchlechthin unbedingt empiriſch gegeben iſt, und alſo noch immer ein hoͤheres Glied als moͤglich und mithin die Nachfrage nach demſelben als nothwendig zulaͤßt. Dort war es nothwendig, mehr Glieder der Reihe anzutreffen, hier aber iſt es immer nothwendig, nach mehreren zu fragen, weil keine